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Archiv: SVJ-Ehrenmitglied Max Wolf

25 Jahre lang war Max Wolf Sektionspräsident des Journalistenvereins Aargau-Solothurn (JVAS). Während acht Jahren amtete er zudem als Mitglied des SVJ- Vorstandes. Zum Dank für dieses langjährige Engagement hat ihn der Kongress zum Ehrenmitglied ernannt. In seiner Laudatio würdigte Josef Ritler, Präsident der Zentralschweizer Sektion, seinen langjährigen Weggefährten Max Wolf als Radio- und Fernsehpionier. (Auszug aus der Printausgabe von journalisten.ch) Herren Präsidenten,Liebe Kolleginnen, liebe KollegenWer kennt sie nicht, die Radio- und Fernsehlegenden Sepp Renggli, Jean-Pierre Gerwig, Mäni Weber, Heidi Abel, Jan Hiermeier und Max Wolf, unser Kollege, den wir heute zum Ehrenmitglied des SVJ ernennen. Sie waren alle Pioniere, Lieblinge der Nation und Vorbilder Wer sich nur ein bisschen mit dem Sport beschäftigt, kommt um Max Wolf nicht herum. Jahrelang hat er am Schweizer Fernsehen vor allem über das Eiskunstlaufen berichtet. Seine Kommentare waren fundiert.An 5 Olympischen Spielen hat er als TV-Reporter und Moderator teilgenommen. Die letztjährigen wären die letzten gewesen. Ein schwerer Unfall, drei Tage vor der Abreise, verhinderte dies. Während 5 Monaten lag Max im Spital. Wir freuen uns, dass er sich inzwischen wieder erholt hat.Angefangen hat Max seine journalistische Laufbahn als Schreibender beim Aargauer Volksblatt. Kurz darauf bewarb er sich beim Schweizer Fernsehen. Sportchef Martin Furgler schickte ihn zur Sprechausbildung zu Fritz Schäufele. Mit Jean-Pierre Gerwig besuchte er erstmals ein Fussballspiel: GC-Lausanne. Jean-Pierre Gerwig liess ihn zappeln, rapportierte fürs Radio. Max wurde regelrecht ins Wasser geworfen und - er erledigte seine Aufgabe mit Bravour. Ein neuer Star war geboren.Das waren noch Zeiten: Max durfte über das Hornussen, über Gras-Skifahren, Modellsegelflug- und Winterarmeemeisterschaften, über Waffenläufe, Radball und viele andere Sportarten berichten. Langsam fand er auch gefallen am Eiskunstlauf. Löste bei dieser Sportart am Schweizer Fernsehen Jan Hiermeier ab. Den Pirouetten, Spiralen, dem Doppel-Axel und den Sprüngen ist er Zeit seines Lebens treu geblieben. Er ist bei der Berichterstattung nie zu Boden gefallen, hat keine Pirouetten gedreht - überliess das den Sportlern auf dem Eis. Den Lutz und den Dreier gab es für ihn persönlich nur nach der Arbeit in Form von kulinarischen Genüssen.Damit kommen wir auf eine andere Qualität von Max Wolf zu sprechen. Er ist ein Geniesser, ein treuer und beständiger, qualitativ hochstehender Schaffer. Als man ihn im Jahre 1976 zum Sektionspräsidenten wählte, schaffte er zusammen mit dem Vorstand die zweijährige Amtszeitbeschränkung ab. Man kann sich doch nicht einarbeiten und dann nach kurzer Zeit das Amt wieder abgeben, sagte er. Die Qualität müsse darunter leiden. Und so wirkte Max während 25 Jahre als Sektionspräsident. Acht Jahre war er zusätzlich Mitglied des Zentralvorstandes.Das Berufsbild hat sich grundlegend verändert, hat er mir kürzlich gesagt. Schon damals ging es um das BR. Unter dem Geschäftsfüihrer Seelhofer habe man Mühe gehabt, z.B. Fotografen aufzunehmen. Bis dahin habe man sich in der Standesorganisation nur Schreibende als Vollblujournalisten vorstellen können.Für Max waren Delegierten- und Generalversammlungen nicht nur Anlässe, um Probleme zu lösen. Er verband sie immer und auch die legendären Herbstausflüge seiner Sektion mit interessanten Besuchen. Max liebt und pflegt die Kameradschaft. Er schafft ein Umfeld, in dem man sich wohl fühlt. Darum haben es z.B. Hans-Peter Blättler und Bruno Schärer im Vorstand während 20 Jahren ausgehalten. Wollen sie einen Beweis? Schauen sie sich die Homepage der Sektion Jvas an. Es ist die einzige Homepage der Sektionen, auf der Wein zum Kauf angeboten wird. Oder wollt ihr wissen, wo Jvas den nächsten Herbstanlass abhält? In einer Waldhütte bei einem Kaminfeuergespräch in Lenzburg will man mit Peter Studer über Ethik im Journalismus diskutieren.Max Wolf ist nicht kleinzukriegen. Er ist so beständig, dass das Jahresschlussessen mit dem Vorstand seit Jahren im "Sternen" in Würenlingen stattfinden muss. Nicht in der"Krone" in Zofingen bei einem Raclette, nein im Sternen in Würenlingen. Und es gibt immer dasselbe zu essen: Winzerreis mit Mandeln, Spiessli und zum Dessert Rumtopf. Im Sternen war es auch, als ihn ein Divisionär endgültig von der Armee verabschiedet hat. Max war so pflichtbewusst, dass er als Sanitätsgefreiter in der Infogruppe der Feld Division 5 - fünf Jahre zusätzliche, freiwillige WK's absolviert hat.Bei all seinen Tätigkeiten für unseren Berufsstand, für die Allgemeinheit, für die Sorgen seiner Kolleginnen und Kollegen: Max hat nie gefragt, was es kostet. Er hat sich einfach unentgeltlich voll eingesetzt. Sagen wir es mit TV-Kollege Kurt Zurfluh: Max war und ist immer noch ein unheimlich engagierter und ein toller Kollege. Ich habe noch nie einen Kollegen getroffen, der sich so gewissenhaft auf eine Fernsehsendung vorbereitet hat.Was nicht alle wissen: Max Wolf setzt sich auch für die Allgemeinheit ein. So sitzt er im Vorstand der Dampfschiff-Freunde des Vierwaldstättersees, die alles daran setzen, die alten Dampfer zu retten. Nächstes Jahr wird er das Zentralschweizerische Jodlerfest medienmässig betreuen.Und wir können uns weiterhin an seinen fachmännischen Kommentaren erfreuen. Soeben hat das Schweizer Fernsehen beschlossen, Max weiterhin die Sportart Eiskunstlaufen anzuvertrauen. Für einmal haben sich die Sparmassnahmen positiv ausgewirkt: Max bleibt uns zum Glück am Fernsehen erhalten. Das freut Denise Biellmann. Sie lässt Dich grüssen und hat mir anvertraut, dass sie Dich immer sehr geschätzt hat. Du bist kompetent, hast immer fair berichtet und das wichtigste: Du bist immer mit dem Herz dabei.Max - für alles was du für unseren Beruf getan hast, danken wir dir recht herzlich. Es ist schön dass es dich gibt. Du hast die Ehrenmitgliedschaft mehr als verdient.Josef RitlerSt.Gallen, 25. Oktober 2002

2002: Max Wolf ist SVJ-Ehrenmitglied